| Repertoire, Erwachsene |

Der kleine Klaus und der große Klaus


Handpuppentheater nach H. Chr. Andersen |

Spiel: Günther Lindner
Bühne und Puppen: Günther Lindner
Kostüme: Marita Bachmaier
Regie: Werner Henrich

Puppentheater für Erwachsene: Wie die meisten der Andersenschen Kunstmärchen ist „Der kleine Klaus und der große Klaus“ eher für das reifere Publikum als für Kinder gedacht. Und so spielt Günther Lindner den derben, schwarzen Schwank denn auch als doppelbödiges Stück voller Witz und Hintersinn. Die Titelfiguren werden sichtlich aus einem Spieler geboren, als zwei Seiten einer Persönlichkeit; die Puppen wiederum begreifen sich als Darsteller, die eine alte Geschichte nachspielen und deshalb auch nach dem Tod noch über ihre Niederlage räsonieren können. 
Der Story wird der Charme des Alters belassen, ohne dass sie verstaubt wirkt. Szenen aus dem Leben zweier Nachbarn: Der große Klaus jagt dem Glück hinterher, aber der kleine Klaus bekommt es.

In einer verkürzten Fassung (45 min.) wird das Stück auch für Kinder gespielt.

Da steht die Arroganz der einfältigen Macht gegen den Humor des mit dem Rücken zur Wand Stehenden, die blinde Brutalität gegen verschlagenen Witz. Eine klare, boshafte, also menschliche Geschichte. Mit spielerischem Tempo und vollem Einsatz erzeugt Günther Lindner die Illusion, dass tatsächlich zwei Personen mit- und gegeneinander reden, kämpfen, musizieren, sich Gemeinheiten antun – zu unser aller (Schaden-)Freude.

– Berliner Zeitung, 2005

[…] Angekündigt war das Gastspiel des Puppenspielers G. Lindner vom Berliner Theater o.N.-Zinnober als „Puppentheater für Erwachsene“. Gleichwohl delektierten sich die Erwachsenen wie Kinder an dem effektvollen Einmann-Puppentheater, das auf einer Fläche von vielleicht einem Quadratmeter und mit technischen Mitteln der frühen Steinzeit (vom Personalaufwand mal zu schweigen) eine Bühnenwirkung erzielt, die jederzeit mit dem großen Haus am Bismarckplatz mithalten kann […]

– MZ Regensburg