31.05.2018 | 2+, Kinder, Repertoire, Berliner Schaufenster 2018 |

TonKlangStein – auf der Erde sein (2+)


Ein Theaterworkshop für kleine und große Menschen, jung und alt (2+) |

Auf der Basis zweier musikalischer Inszenierungen für die Jüngsten - "Affinity", einer Performance für die Ohren und dem Klangkunstspiel "Kling, kleines Ding" laden die Spieler*innen in einen offenen Experimentierraum ein, in dem sprachliche Grenzen geöffnet und gemeinsam und alleine gespielt und ausprobiert werden kann.

Im ersten Teil des Workshops gehen die Teilnehmer*innen mit auf eine Reise in den sinnlichen Klangraum der Stimme. Töne schwirren über die Köpfe hinweg. Stille. Lauschen. Hustet jemand? Raschelt es? Worte? Chinesisch? Deutsch? Türkisch? Eine Melodie erklingt. Ein Schlaflied kann ein Kind beruhigen, ein tiefer Ton Aufmerksamkeit erzeugen. Ein Ruf, ein Vogelschrei, ein Flattern. Zart und leise, wie wenn mein Kopf auf dem Schoß eines anderen liegt. Laut rufend, als begrüßten wir uns von Berg zu Berg. Ein Rhythmus entsteht. Hände klatschen, streichen, reiben. Der Boden wird zur Klangfläche. Runde Steine rollen auf den Boden, große und eckige Steine kommen dazu. Der Raum verändert sich.

Im zweiten Teil des Workshops wird der Klang der Steine untersucht. Alle Teilnehmer*innen haben Zeit das Steinreich zu erkunden. Zu lauschen, zu spielen, mit den Händen zu berühren, mit den Trommelschlegeln zu klopfen. Momente gemeinsamen Musizierens, aufeinander Hörens. Aus dem "Klangchaos" führen die Performer*innen die Teilnehmenden mit dem Lied "Elefano" aus dem Theaterstück "Kling, kleines Ding" heraus und beenden die Reise mit einem vielstimmigen Kreisgesang.

»Wir bekommen Kinder, sie werden zum Wichtigsten in unserem Leben, aber wagen wir es wirklich, das LEBEN mit ihnen zu teilen? Unser eigenes Leben mit den Augen des Kindes zu erleben? Mit jenen Augen, die man selbst als Kind hatte?«

 – Worte der französischen Theatermacherin Catherine Poher.
Der Workshop könnte ein Versuch in dieser Richtung sein.

Spiel, Percussion und Gesang: Iduna Hegen, Uta Lindner, Andreas Pichler

Foto: David Beecroft