09.11.2019 | Repertoire, Aktuelle Premieren, Erwachsene, Kinder, 10+ |

Wie kann ich stehen in einer Welt, die kippt? (12+)


Fragen an eine Generation, die vor 30 Jahren jung war

»Viele Kindheiten fanden statt auf den emotionalen Müllhalden der Eltern! « Wenn Ines Geipel, Autorin, diese Umschreibung abruft, dann bezieht sie sich auf die Menschen, die 1989 noch sehr jung waren und in Ostdeutschland lebten. Sie wagt die These, dass eine Schau in die innere Verfasstheit dieser Generation ansteht, die sie (zugespitzt) als »innere Ortlosigkeit« beschreibt.
30 Jahre nach dem Fall der Mauer richtet das Theater o.N. zusammen mit 17 Schüler*innen der Thalia Grundschule aus Berlin Friedrichshain und Künstler*innen gemeinsam in einem forschend-dokumentarischem Theaterprojekt den Blick auf die, die in der damaligen Umbruchsituation 11-15 Jahre alt waren. Was haben meine Eltern gewagt, gewonnen oder verloren? Haben sie viel diskutiert, wurden sie politisch aktiv, haben sie etwas Eigenes aufgebaut? Was hat die »Erfahrungswucht« im Jahr 1989 mit ihnen und ihren Bildern von Identität gemacht? Die gesammelten persönlichen Geschichten der heute 40-45-jährigen übersetzen sie mit Musiker*innen und einer Illustratorin in einen Theaterabend.

Am 09. Und 10. November 2019 präsentieren sechs der teilnehmenden Schüler*innen und zwei Musiker*innen ihre ersten Rechercheergebnisse in einer Werkstattschau im Theater o.N.

Auf Grundlage des erarbeiteten Materials entsteht bis März 2020 eine Inszenierung für Menschen ab 12 Jahren, in der die Schüler*innen gemeinsam mit den Künstler*innen ein Bild von der Generation der »Umbruchskinder« zeichnen und ins Verhältnis zu den Herausforderungen setzen, mit denen die Kinder und Jugendlichen sich heute konfrontiert sehen.

Das Projekt ist Teil der Reihe „Freiheit. Umbruch. Widerstand“ am Theater o.N.
Gefördert durch den Fonds Soziokultur und  die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und in Zusammenarbeit mit TUSCH Berlin und dem Projekt „Aufbruch1989 Erinnern2019“.

Mit: Charlotte, Emilia, Finn, Greta, Helene, Jamie, Tyler
Regie:
Cindy Ehrlichmann, Iduna Hegen
Dramaturgie:
Dagmar Domrös
Musik:
Doreen Kutzke, Steffen Petzold
Ausstattung:
Gwendolyn Noltes
Produktionsleitung:
Katharina Bischoff
Projektpartnerinnen der Schule:
Heike Krowoza, Beatrice Elsner
Presse:
Fellmedia Berlin
Technik und Licht:
Robert Lange
Foto und Film:
Karsten Bartel