17.05.2025 | Stücke, 2+, 3+, 4+, 5+, 8+, 9+, 10+, Kinder, Repertoire |

Baobab


Tanzperformance mit Livemusik (2+) |

Cíntia Rangel & Theater o.N. (Deutschland) |

Sonntag, 11. Oktober, 16 Uhr; Montag, 12. Oktober, 10 Uhr; Mittwoch, 14. Oktober, 10 Uhr und Donnerstag, 15. Oktober, 10 Uhr – Tanzstudio im Podewil (Berlin Mitte) |

Zur Inszenierung: 

Einer der Mythen über den Baobab besagt, dass die Orixas ihn so groß erschufen (ein Baobab kann bis zu 30m hoch werden), dass er bereits aus der Ferne sichtbar ist und selbst weit blicken kann. Sein Stamm ist hohl und dick (er kann einen Durchmesser von bis zu 11m erreichen) und kann nicht nur Wasser, sondern auch Wissen über seine mehr als tausendjährige Lebenszeit speichern.

Die Geschichte erzählt, dass der Baobab, als er sein Spiegelbild im Wasser eines Sees sah, begann, die Orixas zu fragen, warum er so anders sei als die anderen Bäume. Daraufhin drehten die Orixas ihn auf den Kopf, damit er sich auf sich selbst konzentrieren und erkennen konnte, dass er genauso besonders war wie alle anderen Bäume mit Blättern, Früchten oder Blüten. Deshalb ähneln die Äste eines Baobabs Wurzeln.

So wurde der Baobab zum Baum des Lebens, einer uralten Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, einem Symbol der Widerstandsfähigkeit gegenüber Zeit und Herausforderungen, einem Bewahrer von Wissen, das über Generationen hinweg weitergegeben wird.

Es heißt, dass ein Baobab, den man umarmt, Geschichten und Lehren aus Tausenden von Jahren erzählen kann.

Dies ist die Geschichte, von der die Tanzperformance "Baobab" inspiriert ist.

Zur Gruppe / Künstler:in

Cíntia Rangel ist Tänzerin, Choreografin und Kostümbildnerin. Cíntia schloss 2011 mit einem Bachelor in Kunstgeschichte an der Universidade do Estado do Rio de Janeiro (UERJ) ab und studierte im Anschluss daran Tanz, ebenfalls an der UERJ. Von 2011-2013 tanzte und kreierte sie für die Cia de Dança Contemporânea da UFRJ, zusätzlich nahm sie von 2013-2014 am Centro Experimental de Dança Afro-Contemporânea (Zentrum für experimentellen zeitgenössischen afro-brasilianischen Tanz) teil. 2015 zog sie nach München und arbeitete dort an mehreren Projekten, auch im Rahmen von Festivals, im Bereich Film, Theater und Tanz. Seit 2020 lebt sie in München und Berlin, wo sie u.a. mit der Grupo Oito zusammenarbeitet und kürzlich in Ligia Lewis Performance "Wayward Chant" im Gropius Bau zu sehen war. Im Theater o.N. wirkte sie 2022 in der Inszenierung "Flip-Flop" mit. 2024 gestaltete sie die Bühne und Kostüme für die Inszenierung "Ein Fest für die 13. Fee" für sehendes, blindes und sehbehindertes Publikum und 2025 entwickelte sie ihre erste eigene Inszenierung für Kinder ab 2 Jahren "Baobab" für das Theater o.N.

Konzept, Regie, Choreografie und Performance: Cíntia Rangel
Musik und Performance: K’boko (Fabiano Lima)
Dramaturgie und Regieassistenz: Guilherme Morais
Bühnenbild, Video und Dokumentation: Zé de Paiva und Kathleen Kunath
Kostümbild: Michelle Ferreira
Lichtdesign: Raquel Rosildete
Lichtdesign Mitarbeit und Lichttechnik: Aslı Atasoy Öner
Projektleitung: Vera Strobel
Produktionsleitung: Yaser Mohammad
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: Sophie Braun, Nele Riepl, Silke Saalfrank

Uraufführung: 17. Mai 2025

Dauer: 30 Minuten

Sprache: Wenig Lautsprache, Portugiesisch, Deutsch und andere Sprachen

Eine Produktion des Theater o.N.
Gefördert vom Haupstadtkulturfonds.

"Baobab" ist für den IKARUS 2026 nominiert und auf der Longlist für das Festival Augenblick Mal! 2027.

Fotos ©Douglas Pingituro