Filmabende
In 30 Jahren sind viele Theaterstücke in den Räumen in der Kollwitzstraße entstanden. Einige Arbeiten stachen hervor und prägten den Ruf des Künstlerkollektivs. In einer filmischen Retrospektive zeigen wir Filme von drei dieser Inszenierungen. Für alle, die Geschichten von früher lieben, und für diejenigen, die sich dafür interessieren, aus welchem Damals das Heute entstand.
Filmabend 21.03., 20 Uhr:
Nichts als die Wahrheit (2006)
Animal Poems nach Texten von Ted Hughes
»Sie balgen und sie beißen sich, halten Distanz und gehen aufeinander los. In menschlichen Rollen sind sie einander fremd und zugeknöpft, als Tiere sind sie hitzig, voller Ekstase und Sehnsucht. Es wird laut getrommelt, schräg getanzt, schrill gesungen. Aber es gibt auch Stille und Langsamkeit.« zitty Berlin
»Es ist ein Karneval der Kreaturen, den das Theater o. N.-Zinnober da in Szene gesetzt hat ... ein buntes Spektakel zwischen Performance, Improvisation und Schauspiel.« Berliner Morgenpost
Übersetzung, Regie: Gabriele Hänel
Musik: Gabriele Hänel, Gottfried Röszler
Spiel: Werner Hennrich, Iduna Hegen, Günther Lindner, Ulrike Mierau, Steffen Reck/Gottfried Röszler, Uta Schulz
Filmabend Double Feature 22.03., 20 Uhr:
traumhaft (1985) Ensemble-Collage biographischer Szenen
»In acht Varianten wird vorgeführt, wie sich jeder einzelne mit sich, seinen Erfahrungen in der Gesellschaft, mit Kindheitserinnerungen (Nachkrieg, Ferienlager, Schule) theatralisch auseinandersetzt, in die Vergangenheit und Zukunft träumend, auch ästhetische Erfahrungen reflektierend: Theater im Theater. Ein permanenter
Gruppenprozess, mich interessiert die Subjektivität des einzelnen als Teil des Ganzen: »Wie kann man mit persönlichen Erlebnissen, mit seinem Realitätsverständnis, seiner Gefühlswelt die eigene Identität in der Gruppe (der Gesellschaft) bewahren und, indem das möglich ist, auch eine neue Stufe von Kollektivität erreichen?« Martin Linzer in Theater der Zeit
Spiel: Gabriele Hänel, Iduna Hegen, Uta Schulz, Werner Hennrich, Dieter Kraft, Günther Lindner, Steffen Reck
Wachträume (2015) Ein Panoptikum
»Die Welt der Wachträume ist ebenso sehr persönlich wie allgemein. Man betritt sie offenen Auges, aber etwas Fantastisches gerät ins Bild, etwas, das dem Wort Sehen einen neuen Sinn gibt. Es sind Visionen ..., sowohl mit positivem wie negativem Vorzeichen. All die Ziele und Zwecke der Geschichte wie auch der einzelnen Biografie gelten hier nichts mehr. Es ist ein hochpoetischer Abgesang von allem Anfang an, auf jene Verwendbarkeiten in der Welt der eindeutigen Absichten, deren Traumlosigkeit uns den Schlaf raubt.« Gunnar Decker in Theater der Zeit
Regie: Ania Michaelis
Spiel: Matthias Bernhold, Cindy Ehrlichmann, Iduna Hegen, Günther Lindner, Uta Lindner, Michaela Millar, Minouche Petrusch
Musik: Matthias Bernhold
Bühne, Kostüme: Martina Schulle
Video: Christiane Hommelsheim
Choreografie: Angela Roczkov
Dramaturgie: Dagmar Domrös
Fotos: Wachträume ©David Beecroft, traumhaft & Nichts als die Wahrheit ©Theater o.N.


