31.12.2025 | Stücke, Repertoire, Erwachsene |

Filmabende


In 30 Jahren sind viele Theaterstücke in den Räumen in der Kollwitzstraße entstanden. Einige Arbei­ten stachen hervor und prägten den Ruf des Künstlerkollektivs. In einer filmischen Retrospektive zeigen wir Filme von drei dieser Inszenierungen. Für alle, die Geschichten von früher lieben, und für diejenigen, die sich dafür interessieren, aus welchem Damals das Heute entstand.

 

Filmabend 21.03., 20 Uhr:

Nichts als die Wahrheit (2006)

Animal Poems nach Texten von Ted Hughes

»Sie balgen und sie beißen sich, halten Distanz und gehen aufeinander los. In menschlichen Rollen sind sie einander fremd und zugeknöpft, als Tiere sind sie hitzig, voller Ekstase und Sehnsucht. Es wird laut ge­trommelt, schräg getanzt, schrill gesungen. Aber es gibt auch Stille und Langsamkeit.« zitty Berlin

»Es ist ein Karneval der Kreaturen, den das Theater o. N.-Zinnober da in Szene gesetzt hat ... ein buntes Spektakel zwischen Performance, Improvisation und Schauspiel.« Berliner Morgenpost

Übersetzung, Regie: Gabriele Hänel 
Musik: Gabriele Hänel, Gottfried Röszler 
Spiel: Werner Hennrich, Iduna Hegen, Günther Lindner, Ulrike Mierau, Steffen Reck/Gottfried Röszler, Uta Schulz

 

Filmabend Double Feature 22.03., 20 Uhr: 

traumhaft (1985) Ensemble-Collage biographischer Szenen

»In acht Varianten wird vorgeführt, wie sich jeder einzelne mit sich, seinen Erfahrungen in der Gesellschaft, mit Kindheitserinnerungen (Nachkrieg, Ferienlager, Schule) theatralisch auseinandersetzt, in die Vergangenheit und Zukunft träumend, auch ästhetische Erfahrungen reflektierend: Theater im Theater. Ein permanenter
Gruppenprozess, mich interessiert die Subjektivität des einzelnen als Teil des Ganzen: »Wie kann man mit persönlichen Erlebnissen, mit seinem Realitätsverständnis, seiner Gefühlswelt die eigene Identität in der Gruppe (der Gesellschaft) bewahren und, indem das möglich ist, auch eine neue Stufe von Kollektivität erreichen?« Martin Linzer in Theater der Zeit

Spiel: Gabriele Hänel, Iduna Hegen, Uta Schulz, Werner Hennrich, Dieter Kraft, Günther Lindner, Steffen Reck

Wachträume (2015) Ein Panoptikum

»Die Welt der Wachträume ist ebenso sehr persönlich wie allgemein. Man betritt sie offenen Auges, aber etwas Fantastisches gerät ins Bild, etwas, das dem Wort Sehen einen neuen Sinn gibt. Es sind Visionen ..., sowohl mit positivem wie negativem Vorzeichen. All die Ziele und Zwecke der Geschichte wie auch der einzel­nen Biografie gelten hier nichts mehr. Es ist ein hochpoetischer Abgesang von allem Anfang an, auf jene Verwendbarkeiten in der Welt der eindeutigen Absichten, deren Traumlosigkeit uns den Schlaf raubt.« Gunnar Decker in Theater der Zeit 

Regie: Ania Michaelis 
Spiel: Matthias Bernhold, Cindy Ehrlichmann, Iduna Hegen, Günther Lindner, Uta Lindner, Michaela Millar, Minouche Petrusch 
Musik: Matthias Bernhold 
Bühne, Kostüme: Martina Schulle 
Video: Christiane Hommelsheim 
Choreografie: Angela Roczkov 
Dramaturgie: Dagmar Domrös

Fotos: Wachträume ©David Beecroft, traumhaft & Nichts als die Wahrheit ©Theater o.N.